Startseite Frankfurter FahrradsommerFrankfurter Fahrradsommer auf Twitter

Wie werden die Boris Bikes in London genutzt? Visualisierung von Open Data

First 1.4 Million Cycle Hire TripsInteressante Grafiken gibt es über die Nutzung der “Boris Bikes” (offiziell: The Barclays Cycle Hire Scheme) in London (die “Petra-Bikes” werden wir in Frankfurt wohl nicht mehr erleben).

Das seit dem 30. Juli 2010 existierende städtische System von Mietfahrrädern (während man sich in Frankfurt vor allem auf das zuverlässige und beliebte Erfolgsunternehmen Bahn bei Mieträdern verlässt) ist in London auf dem schwierigen Weg, auch unter kommerziellen Aspekten erfolgreich zu werden. Hier ein ausführlicher Artikel des Daily Telegraph über den bisherigen Verlauf des auf sechs Jahre angelegten Experimentes und seine betriebswirtschaftlichen Hintergründe.

Interessanter Nebenaspekt: Im Rahmen eines Freedom of Information Request hatte der Open Data Entwickler Adrian Short die Daten der bisherigen Nutzung von der Stadt London angefordert und damit wunderbare Visualisierungen der Daten möglich gemacht:

Visualisierung von Steer Davies Gleave: First Million Cyle Hire Trips

Interaktive Grafiken von Oliver G O’Brien: London Bike Flows: Visualising the Barclays Cycle Hire Scheme

The Data Studio: Barclays Cycle Hire scheme – the first million journeys

Update: Meldeplattform Radverkehr soll wieder funktionieren

Ein kurzes Update zu unseren vergeblichen Versuchen, in der Meldeplattform Radverkehr Meldungen einzustellen: die Anwendung soll wieder funktionieren, im O-Ton des freundlichen Mitarbeiters:

Ihre Fehlermeldung werde ich den Programmierern weiterleiten. Ich habe eben noch in Firefox keine Probleme feststellen können bei der Meldungseingabe (ebenfalls mit Bild). Es gehen auch regelmäßig Meldungen von anderen Radfahrern ein. Hat das verorten der Meldung geklappt, bekamen Sie ein “Fahrradpiktogramm” auf der Karte?
Wir wissen, dass die Benutzerfreundlichkeit noch viel Verbesserungspotenzial hat, und arbeiten daran. Ende Juni wird die Kartenbedienung überarbeitet damit sie selbsterklärender wird.
Vielen Dank für Ihr Engagement für den Radverkehr. Wir melden uns sobald wir eine Antwort bzw. Lösung haben für Ihre Fehlermeldung. Bitte versuchen Sie gerne noch mal eine Meldung einzugeben.

Gerade haben wir selbst keine Zeit zum erneuten Testen, aber das machen wir dann am Feiertag. Falls andere Leser oder Leserinnen hier von ihren Erfolgen oder Mißerfolgen oder Erfahrungen mit der Meldeplattform berichten wollen, können Sie das gerne tun, E-Mail an den Frankfurter Fahrradsommer genügt.

Meldeplattform Radverkehr meldet Fehlermeldung

Hmmm, die Technik und das Design der groß angekündigten Meldeplattform Radverkehr wirkt ja eh wie aus einer längst vergangenen Windowswelt (und man ist schon froh, dass man nicht nur Fotos mit achtbuchstabigen Dateinamen hochladen kann). Und wir wollen auch gar nicht wissen, warum man ausgerechnet für eine ortsbasierte Anwendung nicht die exzellenten Google Maps für die Anwendung genutzt hat, sondern eine obskure Kartenansicht, die mehr schlecht als recht funktioniert. Wir akzeptieren das aber alles und sehen ja den guten Willen und es ist uns sogar schon gelungen, dort einen Fahrradweg-Mißstand hochzuladen mit Foto hochzuladen und sogar eine schnelle Antwort aus der Verwaltung zu erhalten.

Jetzt aber produziert die Anwendung nach dem mühsamen Ausfüllen der Radweg-Fehler-Beschreibung nur noch eine satte, ordentliche Fehlermeldung, die so anfängt:

.NET Framework-Fehler beim Ausführen der benutzerdefinierten Routine oder des benutzerdefinierten Aggregats ‘geometry’: System.FormatException: 24126: Punktkoordinaten dürfen nicht unbegrenzt sein oder aus einem NaN-Wert (Not a Number, keine Zahl) bestehen. System.FormatException: bei Microsoft.SqlServer.Types.Validator.ValidatePoint(Double x, Double y, Nullable`1 z, Nullable`1 m) bei Microsoft.SqlServer.Types.Validator.BeginFigure(Double x,…

Na, mal sehen, was passiert. Ich habe die tolle Fehlermeldung an die Kontaktadresse geschickt und werde morgen wieder mein Glück versuchen.

Wem ähnliches passiert oder falls jemand die Anwendung repariert hat, der oder die kann sich hier gerne in den Kommentaren melden und sein Glück oder Unglück mit der Anwendung beschreiben.

The Ride Journal, kostenlos zum Download

FahrradschuheEin schickes Magazin zur Fahrradkultur, inklusive eines Artikel über “Helden” im Radsport (das war dann wahrscheinlich bevor die Tour de France immer zunächst an einer Apotheke vorbeiführte…), berückenden Bildern und dem nachdenklichen Artikel eines Architekten, Rad- und Auto(!)enthusisasten, der zu dem Schluß kommt, dass Stadtplanung, Architektur und Radkultur eng zusammenhängen:

But the main reason that architects should listen to the angel is for the positive effect that the bicycle can have on the urban environment. As a profession we look to Holland as the model country – there, the architect’s skills are highly valued, city planning does exactly what it says on the tin and buildings are uniquely designed and intelligent. To top it all, they ride an awful lot of bikes…
Essentially the Dutch have grasped the notion that great places make great cycling and vice versa. There is no car versus bike agenda. Rather, a smart mix of uses allows cyclists to coexist with car users. There is dedicated provision for both modes of transport, inside and outside of their cities – cars, cyclists and the environment enjoy equal billing.

Hier gibt es eine ältere Ausgabe des Magazins kostenos zum Download: The Ride Journal (Achtung, der Download ist 30MB groß (aber es lohnt sich ;-))

Ach ja, die hier abgebildete Anzeige fanden wir nicht schlecht. Man stelle sich vor, die Frankfurter Banker würden endlich das Radfahren entdecken…

Frankfurter, zeigt es der Welt: I Love Riding In the City

Das überaus lesenswerte Online- und Printmagazin Urban Velo publiziert Eindrücke, Meinungen und vor allem Fotos von Radfahrern und Fahrradkultur aus aller Welt. Hier geht es zu der Aktion I Love Riding In the City, mit der man das “Stadtgefühl” beim Radfahren anderen mitteilen kann, am besten auch mit Foto.

Wie wärs, Frankfurter? Zeigt eure Fahrradkultur der Welt!

Umfrage für (englischsprachige;-) Frauen zur Fahrradnutzung

Die Association of Pedestrian and Bicycle Professionals, von der ich bis vor wenigen Minuten noch nicht einmal wußte, dass es sie gibt, führt eine Umfrage zur Fahrrad-Nutzung von Mädchen und Frauen durch.

Die Umfrage ist leider auf englisch und heißt deshalb Women’s Transportation Cycling Survey, aber das sollte kein der englischen Sprache mächtiges Mädchen und keine Frau davon abhalten, dort mitzumachen.

Bis zum 15. Mai kann frau ihr Votum abliefern. Das Ziel der Umfrage ist es, Aspekte zu identifizieren, die Frauen zum Fahrradfahren ermutigen oder sie davon abhalten.

Das ist die Höhe: Google Maps jetzt mit Höhenangaben

Manche Routenplanungen stellen sich “im richtigen Leben” dann doch etwas schwieriger dar als sie zunächst auf dem – meist recht niveaulosen – Bildschirm wirkten. Das wird einem nicht nur bei Wanderungen im Gebirge klar, sondern könnte auch für eine Route von A nach B zum Beispiel in der Gegend des Grand Canyons gelten. Was auf der Karte nach einer geraden, leicht zu überwindenden Linie aussieht, könnte sich als tagelange Durchquerung des Canyons herausstellen. Früher (als man noch mit Bleistiften schrieb und es nur eine Post gab), gab es sogenannte Reliefkarten, die einem einen groben Eindruck davon gaben, wie es sich mit den Höhenverhältnisse da draußen in der Welt verhält. Jetzt (in der Zeit, in der man 1000 “Freunde” haben kann und alles nur noch einen “Gefällt mir”-Button hat) erweitert Google seine Maps API um einen neuen Service, um für die Routenplanung auch Höhenprofile zu berücksichtigen. Mit Hilfe der ElevationService Maps API v3 class und des Elevation Web Service können Höhen für Geo-Koordinaten oder ein Satz von Höhendaten für eine Route abgefragt werden.
Abfahrt vom Nordend zum MMK
Der Service dürfte vor allem für Radfahrer überaus praktisch sein1 und in hügligen Gegenden die Abschätzung der Fahrzeit (und des eigenen körperlichen Zustandes bei der Ankunft) deutlich verbessern.

Google demonstriert im Google Geo Developers Blog auf eindrucksvolle Weise, wie die Nutzung der Services funktioniert und wie man sich z.B. im Stadtgebiet von San Francisco (und wer denkt bei San Francisco nicht an die in Schlangenlinien verlaufende Lombard Street?) mit Hilfe der Google Visualization API ein realistisches Bild verschaffen kann. Ganz Wagemutige können sich dort auch die Höhenprofile des Mount Everest, des Death Valley und des Grand Canyon anschauen. Hier ist das Höhenprofil einer Abfahrt vom Frankfurter Nordend zum MMK abgebildet: ganz schön rasant sieht das aus…

  1. Vor kurzem wurde ja hier bereits die Google Maps Erweiterung einer Routendarstellung für Radfahrer beschrieben, die es aber bisher leider nur in den USA gibt. []

Google Maps mit Fahrrad-Routen

Der lesenswerte Blog Rad-Spannerei schreibt über die in der US-Version von Google Maps seit Neuestem erhältliche Möglichkeit, auch Fahrrad-Routen anzeigen zu lassen. Tolles Feature, das wir hier auch haben wollen. Obwohl, das Großstadt-Dorf Frankfurt ist ja so klein…

Hier der Link zur League of American Cyclists, der Google (charmanterweise!) die Möglichkeit geboten hat, die Produktneuheit zu präsentieren und so eine größere Öffentlichkeit auf deren seit gestern stattfindende Jahresversammlung aufmerksam zu machen. Man stelle sich vor: Mercedes präsentiert ein Fahrrad oder TomTom ein Fahrrad-Navi auf der Jahrestagung des ADFC. Undenkbar.

Um was es geht

Auf Twitter

Copyright

Creative Commons License