Startseite Frankfurter FahrradsommerFrankfurter Fahrradsommer auf Twitter

Huch, Mini-Fahrradstation an Hauptwache oder Konsti?

Erstaunlich, Grüne und CDU wollen nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau in der B-Ebene der Hauptwache oder in der Konstablerwache eine “große” Fahrradstation etablieren, offenbar ähnlich der letztens von uns spaßeshalber für den Frankfurter Hauptbahnhof angemahnten Bikestation Washington D.C. Doch während das schicke Washingtoner Pendant selbstbewußt und innovativ die neue Fahrradkultur im städtischen Raum demonstriert, plant Frankfurt seine Fahrradstation “unterirdisch” (wohl damit weiterhin genügend Platz für das berühmt-berüchtigte “tschechische Bierfest”, die Thailand-Wochen und andere Volksbildungsveranstaltungen bleibt).

Verwundern muß allerdings angesichts des immer stärker werdenden Radverkehrs in Frankfurt die angepeilte Größe der Fahrradstation: während in der internationalen Finanz- und Weltmetropole Münster das größte Fahrradparkhaus Deutschlands mit 3300 bewachten Stellplätzen steht, wird das beschauliche Taunusdorf Frankfurt auf seinem Dorfanger eine Fahrradstation für 100 Fahrräder errichten (und nur die FR spricht da von einem “großen” Fahrradhaus).

Offenbar scheinen die Parteien noch in der Findungsphase (und im Vorfeld der Wahlen auf Profilierung erpicht), denn im FR-Artikel heißt es unheildräuend, dass

“überhaupt Einzelheiten der Fahrradstation noch ungeklärt sind. „Unsere Fachleute müssen die Details jetzt prüfen“, sagt Beate Menger, Sprecherin von Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Grüne).

Bleibt zu hoffen, dass bei so gigantomanischen Planungen wie 100 “unterirdischen” Fahrradstellplätzen nicht die gleichen “Fachleute” die Details prüfen, die fast den neuen Fahrradweg auf der Friedberger Landstraße in einen gefährlichen, mit Laternenpfählen gespickten Slalomweg verwandelt hätten…

Wir sind gespannt, was unsere Lokalpolitiker aus Stuttgart 21 gelernt haben und wie die Bürgerbeteiligung bei dem Vorhaben aussieht. Doch während in Stuttgart eine verkehrspolitische Hybris den neuen Bahnhof zu einem hypertrophen Milliardengrab machen wird, scheint man in Frankfurt klein, allzu klein, zu denken. Man schaue sich an einem einigermaßen sonnigen Tag die große Zahl der Fahrräder auf der Zeil an – und denke dann an einen “unterirdischen”, wahrscheinlich nicht sehr heimeligen Platz für gerade mal 100 Fahrräder. Verkehrspolitik in Sachen Fahrrad könnte anders aussehen.

Hessen sollen mehr Radfahren (gegen Rückenleiden)

Wir sagen es ja längst, aber jetzt haben wir es auch mal aus Sicht der Krankenkasse zu hören bekommen:

Wer im Alltag mehr Bewegung einbaut und zum Beispiel ab und zu vom Auto auf das Fahrrad umsteigt, beugt Rückenschmerzen vor

Das sagt Jana Flommersfeld, Sprecherin der Techniker Krankenkasse in Hessen.

Also nichts wie rauf auf den Sattel.

Hier der ganze Artikel: Hohe Fehlzeiten wegen Rückenleiden in Hessen

Fahrradparkhaus in Darmstadt

Schöner Artikel im Bahnhofstest der FR, diesmal über den Darmstädter Hauptbahnhof. Erwähnung findet auch das praktische Fahrradparkhaus am Bahnhof: Ein Parkhaus fürs Fahrrad von Melanie Klipp in der FR v. 3.4.2010.

Mit dem Rad zur neuen Schule

Die Abteilung Schule & Gesundheit des Hessisches Kultusministeriums bietet im Rahmen des Projektes Mit dem Rad zur neuen Schule Informationen für Eltern und Kinder, um den optimalen Weg per Fahrrad in die Schule zu finden. Das Kultusministerium schreibt dazu:

Das Fahrrad wird [...] aus Unkenntnis über günstige Wegeverbindungen oder wegen Sicherheitsbedenken der Eltern oftmals gar nicht in Erwägung gezogen. Dabei sind häufig relativ kurze und sichere Schulwege für Radfahrer vorhanden.

Die bisherige Mobilitätserziehung und Radverkehrsförderung soll damit auf den Grundschulbereich ausgeweitet werden. Laut Kultusministerium ist es das Ziel, die vorangegangene Radfahrausbildung zu vertiefen und den Übergang zur weiterführenden Schule zu nutzen, um für das Fahrrad als flexibles, kostengünstiges und umweltfreundliches Verkehrsmittel zu werben.

  1. Offenbar scheint es in Frankfurter Behörden unausrottbare Vorurteile zu geben, nämlich a) dass man sich mit einem pseudo-jugendlichen Slang an die Zielgruppe ranwanzen muß und b) dass Jugendliche von einem “Bike” statt von einem “Fahrrad” reden… []

Um was es geht

Auf Twitter

Copyright

Creative Commons License