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Frankfurter Fahrradgeschichte. Und: warum in Frankfurt schon mal ein Denkmal verlorengeht.

Ein bezauberndes Video eines Steher-Rennens kursiert zur Zeit in den Fahrradblogs:

Dieses Rennen lief offenbar am 7. Oktober 1928 auf der Rütt-Arena in der Berliner Hasenheide. Die Bahn bestand nur 1926-1931, sie fand durch einen Brand ein Ende. Heute befindet sich an der Stelle ein Regen-Auffangbecken für den Flughafen Tempelhof. Ein Lokalhistoriker hat die Geschichte der Rütt-Arena im Internet liebevoll zusammengetragen, so kann man immerhin einiges erfahren über die Radrennbahn erfahren, die der Radrennfahrer Walter Rütt nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn betrieb.

Ein weiteres Video auf Youtube beleuchtet Stationen des Karrierewegs von Walter Rütt (1883-1964), der 1911 das Sechstagerennen in Frankfurt gewann, übrigens in der Festhalle an der heutigen Messe.1
Eine Kurz-Biographie von Rütt, seine Zeit als NSDAP-Mitglied und Trainer auf dem Frankfurter Sportfeld nicht aussparend, kann man hier nachlesen.

Interessanterweise findet sich in dem Video nicht nur ein Erinnerungsfoto mit der Aufschrift “Frankfurt am Main” (bei 1:15 min), sondern vor allem “Walter Rütt fährt nur Torpedo-Rad” und “Walter Rütt auf Torpedo-Rad, auf dem er die Weltmeisterschaft gewann”. (Später heißt es dann “Walter Rütt fährt nur ‘Mifa’-Rad“, schon die damaligen Profis mussten halt immer ihr Fähnchen nach dem Wind hängen…;-).
Walter Rütt auf einem Torpedo-Rad aus Rödelheim
Die Weil- bzw. Torpedo-Werke in Frankfurt stellten vor allem Schreibmaschinen und Fahrräder her (während die “Torpedo-Freilaufnabe” in Schweinfurt hergestellt wurde). Die zunächst in Rödelheim, später an der Hanauer Landstraße 208-214 hergestellten Fahrräder wurden unter den Markennamen “Weil-Räder” und “Torpedo-Räder” vertrieben, die Fertigung lief bis 1956, ab 1952 allerdings in Alzenau (der dortige Nordpark Alzenau schmückt sich noch heute mit der Torpedo-Tradition). In den online zu findenden Firmengeschichten und Beschreibungen finden sich, für deutsche Firmengeschichten nicht untypisch, merkwürdige Lücken für die Jahre zwischen 1933 und 1945 (außer den Zerstörungen der Firmengebäude und Produktionsanlagen, die immer erwähnt werden). Dass die Torpedo-Werke natürlich eng in die Kriegsproduktion eingebunden waren, zeigt dieses Foto eines mit Handgrananten ausgestatten Torpedo-Fahrrads. Die Einbindung in die Kriegswirtschaft ist nicht ohne Geschmäckle und historischen Witz, gehörte doch die Aktienmehrheit der Torpedowerke seit 1931 zum amerikanischen Bürmomaschinenhersteller Remington Rand, der damit nicht nur an der deutschen Kriegsproduktion beteiligt war, sondern auch gemeinsame Wurzeln mit dem noch heute existierenden Waffenhersteller Remington hat. (Wie überhaupt Fahrräder, Schreibmaschinen und Waffen aufgrund ihrer mechanischen Ähnlichkeiten auf merkwürdige Weise verbunden sind, die Torpedo-Werke und Remington sind für diese obskure Mixtur – heißt es nicht immer, die Schreibmaschine sei die Waffe des Wortes? – nur zwei besonders deutliche Beispiele.)
Weilwerke in Frankfurt-Rödelheim
Torpedo Fahrräder
Trotz einer überaus erfolgreichen Büromaschinen-, Fahrrad- und später Mopedproduktion ist der folgende Niedergang der Frankfurter Torpedowerke “typisch für den Abstieg eines 70 Jahre alten deutschen Unternehmens”, der sich liest wie eine New-Economy-Story des Schreibmaschinenzeitalters:

In Glanzzeiten brillierte Torpedo als Kurskomet des Börsenhimmels mit 5000 Punkten, heute sind die Torpedo-Aktien nicht mehr gefragt.

Bis 1958 hatte die Firma mit ihren gängigen mechanischen Schreibmaschinen viel Geld verdient. Der Vorstand fühlte sich auf dem Gewinnpolster so sicher, daß er die technische Entwicklungsarbeit vernachlässigte. [...] Erst 1962 starteten die Frankfurter nach sechsjähriger Konstruktionsarbeit ihr erstes elektrisches Schreibmaschinen-Modell. Der Spätling bot keine besonderen technischen Vorzüge, aber er kostete mehr als jedes andere Modell der Konkurrenz: 1895 Mark die Normalausführung und 1685 Mark der vereinfachte Typ:

Bald häuften sich die unverkauften Torpedo-Tipper im Fabriklager. Bei erbitterten Wettbewerbskämpfen zog Torpedo stets den kürzeren, denn die in Massenserien produzierende Konkurrenz konnte ihre Maschinen zu Preisen verkaufen, die zum Teil unter den Herstellungskosten des deutsch-amerikanischen Zwitters lagen.

Spiegel vom 17.10.1966: Torpedo-Werke. Auf Sparflamme.

1967 wurde die Produktion in den Torpedo-Werken eingestellt.

Ur-Frankfurter Anekdote am Rande: in den Unterlagen des Radsport-Journalisten, Sammlers und Chronisten Fredy Budzinski (1879-1970; hier das Findbuch zu Fredy Budzinskis Unterlagen im Archiv der Sporthochschule Köln) findet sich der Hinweis auf ein “Foto: Gedenkfeier am Denkmal für den Weltmeister August Lehr in Frankfurt/Main” (mutmaßlich um 1930). Schaut man in der Wikipedia nach, wo sich denn dieses Denkmal für den ersten deutschen Weltmeisters im Radsport (immerhin ein Frankfurter!) befindet, heißt es dort lapidar:

Als 1925 in Lehrs Heimatstadt Frankfurt das Stadion gebaut wurde mit einer 400 Meter langen Radrennbahn, ließen ihm die Brüder Adam und Fritz von Opel dort ein Denkmal aus Bronze errichten. 2005, während des Umbaus des Frankfurter Waldstadions für die Fußball-Weltmeisterschaften, verschwand das Denkmal spurlos.

So geht das in Frankfurt mit der Geschichte, da verschwindet schon mal ein Denkmal “spurlos”. Zwar brüstet man sich gut frankfurterisch auf der Website Kunst im öffentlichen Raum Frankfurt mit dem Künstler Emil Hub, vergißt dort aber zu erwähnen, dass das – dort ebenfalls erwähnte – August-Lehr-Denkmal mittlerweile ‘verlorengegangen’ ist.

Hier eine Zeittafel der Weilwerke:

  1. Auch später diente die Festhalle noch als Ort für Sechstagerennen, hier sieht man 1951 den Radrennbahn-Architekten (und ehemaligen Radprofi) Clemens Schürmann in der Frankfurter Festhalle bei der Planung der Rennbahn. []

Verkehrsdezernat: Geschossener Bock wird versetzt

Die FNP berichtet erneut über den peinlichen Planungfehler beim neuen-alten Radweg auf der Friedberger Landstraße, diesmal allerdings bemühen sich alle Beteiligten um Behebung der gemachten Fehler: Planungsfehler: Neue Laternen auf der Friedberger werden versetzt.
Offenbar haben alle beteiligten Akteure eingesehen, dass der Ist-Zustand und die Planungen (wir erwähnten den schildbürgerstreichähnlichen Vorfall unter Zu dumm, um einen Radweg zu bauen? und einem Update zum Laternen-auf-dem-Radweg-Artikel) nicht einer modernen Verkehrsplanung entsprechen. In dem Artikel heißt es u.a.:

Der Referent [des Verkehrsdezernates] verspricht, dass es «keine Lösung auf Kosten der Radfahrer oder Fußgänger» geben werde. Da es sich bei dem Radwegbau um eine Maßnahme der VGF handele, müsse diese «intern klären, wer den Bock geschossen hat». ADFC-Sprecher Fritz Biehl ist der Ansicht, dass «so etwas nicht passieren darf». Für ihn drängt sich der Schluss auf, «dass bei der VGF das Controlling nicht stimmt». VGF-Sprecher Bernd Conrads redet nicht lange um den heißen Brei herum, sondern spricht unumwunden von einem Planungsfehler.

Wir sind gespannt, wie es weitergeht.

Schildervorschlag für die Wiesenstraße: DENKEN Sie noch nicht mal daran, hier zu parken!

DENKEN Sie noch nicht mal daran, hier zu parken!Gefunden auf flickr

Ja, so hätten wir das gerne in der Wiesenstraße, nur mal so als soziales Experiment, um zu sehen, was passiert. Textvorschlag: “DENKEN Sie noch nicht mal daran, hier zu parken!” (Bitte mit Großschreibung und Ausrufezeichen, wir kennen unsere Pappenheimer…).

Bei einer Anfrage über die Frankfurter Meldeplattform Radverkehr zu der hohen Zahl an Falschparkern in der Wiesenstraße wurde uns per E-Mail beschieden:

Zur Prüfung ging Ihr Schreiben an das Straßenverkehrsamt. Im Rahmen der dort besetzten Streifen wird auch die Wiesenstraße kontrolliert. Bei mehrmaligen Kontrollen konnten hier keine Parkverstöße registriert werden.

Jeder Anwohner kann hier nur mit einem lauten “lol” oder eben auch einem “rofl” antworten und sich auf die Schenkel klopfen. Das illegale Zuparken weiter Teile der Wiesenstraße über lange Zeit, auch über Nacht, ist gängige Praxis und wird von der Stadt und dem Ordnungsamt offenbar als Kavaliersdelikt abgetan. Dabei machen es die Falschparker nicht nur den Fußgängern schwer (und Müttern mit Kinderwagen unmöglich), den Gehweg zu benutzen, sondern sie machen es auch den in großer Zahl vorhandenen Radfahrern immer schwieriger, die Straße zu nutzen, besonders in Gegenrichtung zur allgemeinen Fahrtrichtung, da die parkenden Autos schlicht die Straße zu schmal machen. Hier entstehen tagtäglich viele gefährliche Situationen und es steht zu erwarten, dass es hier zu Unfällen kommt (Streitereien der Verkehrsteilnehmer sind eh schon an der Tagesordnung).

Aber “bei mehrmaligen Kontrollen konnten hier keine Parkverstöße registriert werden”. Wer’s glaubt wird selig.

Da können wir ja Google Street View nur dankbar sein, dass sie so einen besonderen, quasi historischen Ausnahmemoment fotografiert haben, auf dem gleich 3 Autos falsch parken (alles links hinter dem weißen, auf der Straße fahrenden Lieferwagen ist Halteverbot (nicht nur Parkverbot). Tagesaktuelles Anschauungsmaterial liefern wir gerne nach, um die amtliche Ignoranz mit der Realität zu versöhnen…

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Fahrradparkhaus in Haarlem mit max. 8000 Stellplätzen

Eine kleine Ergänzung zu unserem Beitrag über die – vielleicht ja auch nur aus wahltaktischen Gründen geplante – Mini-Fahrradstation an Hauptwache oder Konsti mit sage und schreibe 100 Stellplätzen: wie der Rad-Spannerei-Blog berichtet, wurde im holländischen Haarlem (150.000 Einwohner) die größte Fahrradparkanlage Europas in Betrieb genommen, z.Zt. mit 4000, später mit 5050, möglicherweise in einer weiteren Ausbauphase sogar mit 8000 Stellplätzen.

Hier die Links zu den Beiträgen:

Huch, Mini-Fahrradstation an Hauptwache oder Konsti?

Erstaunlich, Grüne und CDU wollen nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau in der B-Ebene der Hauptwache oder in der Konstablerwache eine “große” Fahrradstation etablieren, offenbar ähnlich der letztens von uns spaßeshalber für den Frankfurter Hauptbahnhof angemahnten Bikestation Washington D.C. Doch während das schicke Washingtoner Pendant selbstbewußt und innovativ die neue Fahrradkultur im städtischen Raum demonstriert, plant Frankfurt seine Fahrradstation “unterirdisch” (wohl damit weiterhin genügend Platz für das berühmt-berüchtigte “tschechische Bierfest”, die Thailand-Wochen und andere Volksbildungsveranstaltungen bleibt).

Verwundern muß allerdings angesichts des immer stärker werdenden Radverkehrs in Frankfurt die angepeilte Größe der Fahrradstation: während in der internationalen Finanz- und Weltmetropole Münster das größte Fahrradparkhaus Deutschlands mit 3300 bewachten Stellplätzen steht, wird das beschauliche Taunusdorf Frankfurt auf seinem Dorfanger eine Fahrradstation für 100 Fahrräder errichten (und nur die FR spricht da von einem “großen” Fahrradhaus).

Offenbar scheinen die Parteien noch in der Findungsphase (und im Vorfeld der Wahlen auf Profilierung erpicht), denn im FR-Artikel heißt es unheildräuend, dass

“überhaupt Einzelheiten der Fahrradstation noch ungeklärt sind. „Unsere Fachleute müssen die Details jetzt prüfen“, sagt Beate Menger, Sprecherin von Verkehrsdezernent Lutz Sikorski (Grüne).

Bleibt zu hoffen, dass bei so gigantomanischen Planungen wie 100 “unterirdischen” Fahrradstellplätzen nicht die gleichen “Fachleute” die Details prüfen, die fast den neuen Fahrradweg auf der Friedberger Landstraße in einen gefährlichen, mit Laternenpfählen gespickten Slalomweg verwandelt hätten…

Wir sind gespannt, was unsere Lokalpolitiker aus Stuttgart 21 gelernt haben und wie die Bürgerbeteiligung bei dem Vorhaben aussieht. Doch während in Stuttgart eine verkehrspolitische Hybris den neuen Bahnhof zu einem hypertrophen Milliardengrab machen wird, scheint man in Frankfurt klein, allzu klein, zu denken. Man schaue sich an einem einigermaßen sonnigen Tag die große Zahl der Fahrräder auf der Zeil an – und denke dann an einen “unterirdischen”, wahrscheinlich nicht sehr heimeligen Platz für gerade mal 100 Fahrräder. Verkehrspolitik in Sachen Fahrrad könnte anders aussehen.

Update zum Laternen-auf-dem-Radweg-Artikel

Wir bitten die werten Leser und Leserinnen um wohlwollende Beachtung des eingegangenen Kommentars zu unserem Artikel über den neuen Radweg auf der Friedberger Landstraße, auf dem merkwürdigerweise Laternensockel aus dem Boden wachsen.
Ein Schildbürgerstreich erster Güte, auf den man durch den FAZ-Artikel jetzt wohl auch im Verkehrsdezernat der Stadt Frankfurt aufmerksam geworden ist.
Hier auch nochmal der in dem hilfreichen Kommentar verlinkte Artikel in der Frankfurter Neuen Presse vom 26.11.2010: Laternen blockieren Radweg.

Zu dumm, um einen Radweg zu bauen?

Laternen mitten dem neuen Radweg auf der Friedberger Landstraße

Auf das Bild klicken, um den FAZ-Artikel als PDF (ca. 170 Kb) herunterzuladen

Dass in der Frankfurter Verkehrsverwaltung und im Straßenbauamt nicht gerade die besten und innovativsten Köpfe sitzen, ist uns schon mehrmals und an verschiedenen Orten und Gelegenheiten aufgefallen. Offenbar verliert die Stadt Frankfurt aber nun, langsam aber sicher, den Anschluß an die laufende “Abstimmung mit den Füßen mit Fahrrädern”, denn es sind immer mehr Fahrradfahrer auf den Straßen zu beobachten, während der Bau und die Pflege von Radwegen und sicheren Radtransfers deutlich hinterherhinkt.

Einen weiteren traurigen Beweis für eine solche solide “So-weiter-wie-bisher”-Mentalität und, bei genauerer Betrachtung, sogar eine echte Lokalposse, liefert die FAZ. Was hätten wir uns über einen Bericht gefreut, der auf der Friedberger Landstraße einen Express-Fahrradweg für die Anschließung der neuen Stadtviertel oberhalb der Friedberger Warte oder Bad Vilbels an die Innenstadt beschreibt. Oder doch zumindest einen Radweg, der der immer größer werdenden Zahl an Radfahrern (und ihrer zunehmenden Geschwindigkeiten) Rechnung trägt.
Aber was müssen wir unter der Überschrift “Neues Ärgernis für Fahrradfahrer” in der – sicherlich nicht des Fahrrad-Aktivismus verdächtigen – FAZ vom 27. November lesen

“Eine Radfahrer-Falle hat das Straßenbauamt jetzt an der Friedberger Landstraße gebaut. Mitten auf den stadteinwärts führenden Radweg pflanzten die Straßenbauer Masten für Straßenaternen. Bis ein Radfahrer in der Dunkelheit gegen eines der Hindernisse prallt, ist vermutlich nur eine Frage der Zeit.”

Wieder wird vom Straßenbauamt eine Chance verspielt. Mit einer mutigen, den Fahrradverkehr klar zeigenden und bevorzugenden Lösung hätte man gerade die äußeren neuen Stadtteile besser einbinden können und den Autoverkehr auf der vor allem von Pendlern genutzten Friedberger Landstraße in seine Schranken weisen können. Nichts dergleichen tut man — und wundert sich dann, warum in der Innenstadt in Sachen Verkehr “nichts mehr geht”.

Hier der Artikel von “.rieb” aus der FAZ vom 27. November als PDF (ca,. 170 Kb) zum Download, da er im Onlineangebot der FAZ leider nicht zu finden ist.

Schneefahrrad

Schnee-Fahrrad

Schicksal einer Fahrradampel

Demolierte Fahrrad-AmpelIn Frankfurt sind ja Fahrradampeln erstaunlich selten, während sie zum Beispiel in Berlin stark verbreitet sind (und im gelobten Fahrrad-Land Holland sogar grüne Wellen für Radler eingerichtet werden).

Um so trauriger ist es, wenn sie dann so aussehen wie vor einigen Tagen die hier abgebildete Fahrradampel an der Höhenstraße, Ecke Burgstraße, vor dem Betontrumm Palazzo Cubico (der so viel von einem “Palazzo” hat wie ein Pflasterstein…).

Aller Wahrscheinlichkeit nach ist die Ampel nicht von Radlern oder Fußgängern demoliert wurden, sondern durch eines der dort oftmals neben dem Radweg parkenden Autos, die sich zwischen den Sperrstangen bzw. in diesem Fall zwischen Ampel und Verkehrsschild durch”zwängen”, um dort einen illegalen, aber heiß begehrten Parkplatz zu ergattern. Hier hat sich ein Auto wahrscheinlich die “Durchfahrt” passend gemacht. Die Kosten für die Reparatur der Ampel hätte man also locker einsparen können, wenn man etwas konsequenter den Bürgersteig von Autos freigehalten hätte (und hätte dann auch noch etwas Geld ins Stadtsäckel bekommen). Stattdessen wird dort permanent falsch geparkt — und die Stadt kann jetzt noch die Ampel bezahlen.

Falls es sich mit der Verursachung des Schadens anders verhält – mea culpa. Aber die dort falsch parkenden Autos nerven trotzdem.

Hier der Normalzustand der Ampel bei Google Street View (inklusive einem unorthodox den Radweg auf der Rothschildallee in Gegenrichtung befahrenden Radler, wenn man sich in Streetview etwas weiter nach rechts die Rothschildallee hoch bewegt…):

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Nicht vergessen: Radcross Europameisterschaft in FFM am Wochenende

Radcross Europameisterschaft 2010 in Frankfurt am Main Huch, da haben wir etwas spät von erfahren, dabei stellt sich hier um die Ecke, in unserem schönen Bornheim, die Weltspitze des Cyclo-Cross ein. Ja, genau, das sind die Radrennfahrer, die ihr Rad auch Treppen hochtragen, es durch Schlamm schleppen und keinen Berg und keinen Matsch scheuen. Aber wie machen die das in Bornheim? Na, wir werden sehen.

Am 7. November 2010 präsentiert der Velociped Club Frankfurt 1883 e.V. die Radcross Europameisterschaft 2010 auf dem Gelände rund um die Eissporthalle in Frankfurt am Main.

Was gibt es zu sehen? Die besten Fahrer und Fahrerinnen Europas auf einer anspruchsvollen Strecke, außerdem ein buntes Rahmenprogramm auf dem “Expo-Gelände” vor der Eissporthalle. Am Samstag, den 6., findet von 14 bis 16 Uhr das offizielle Training statt, die eigentlichen Wettkämpfe folgen am Sonntag, den 7. November 2010. Zuerst werden um 9:30 Uhr die Senioren die Entscheidung um den “Europa-Cup” ausfahren, anschließend folgen die offiziellen Wettkämpfe. Wer also die Profis sehen will, sollte sich am Sonntag um 11 Uhr an der Eissporthalle einfinden, dann werden die Junioren für 40 Minuten auf die Strecke gehen und dort ihren neuen Europameister unter sich ausmachen. Um 13 Uhr folgt dann das ebenfalls 40-minütige EM-Rennen der Frauen. Ab 15 Uhr an steht für 50 Minuten das EM-Rennen der U23-Fahrer auf dem Programm.

Hier der offizielle Link: Radcross Europameisterschaft 2010 in Frankfurt am Main

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