Sehr schöner Artikel in den Rhein Main News über die insbesondere durch neue Kreisverkehre immer wieder und gerade in letzter Zeit benachteiligten Radfahrer in Bad Vilbel: Fahrradverkehr in Bad Vilbel: Potenziale besser nutzen!. Der ADFC Bad Vilbel spricht die Mißstände klar an, was macht Bad Vilbel jetzt?
Wir haben uns sehr gefreut, dass uns aufgrund unseres Artikels über die Frankfurter Torpedowerke Herr Bernd Wagner aus Laer kontaktiert hat, der auf seinen Webseiten über den Radrennfahrer Walter Rütt und die von ihm betriebene Rütt-Arena berichtet und sich um die Aufarbeitung der Renn- und Fahrradhistorie kümmert.
Den folgenden Film über den Brand der Berliner Rütt-Arena in der Berliner Hasenheide hat Herr Wagner zwei Jahrzehnte lang gesucht und jetzt aufwändig restaurieren lassen und dankenswerter Weise auf Youtube gestellt. Mehr zu der Geschichte finden Sie auf seinen Seiten über den Brand der Rütt-Arena:
Schon bedenkenswert und merkwürdig, was so alles vom Staat geregelt wird. Unter anderem eben auch die Fahrradbeleuchtung. Einem Platon oder Thomas Morus wäre das wohl merkwürdig vorgekommen, denn einsichtige intelligente Staatsbürger würden schon allein aus Sicherheitsgründen immer mit einer hellen und vor allem funktionierenden Beleuchtung fahren. Aber, ach, wir sehen alle das Trauerspiel auf den Straßen und erahnen die grenzenlose Dummheit des Menschengeschlechts allein aufgrund der vielen ohne Licht über die Straßen rollenden Radfahrer und schütteln den Kopf.
Der BikeblogBerlin hat sich anläßlich eines Tweets des ADFC über dessen Pläne zum Thema Fahrradbeleuchtung seine eigenen Gedanken gemacht: ADFC auf bürokratischem Holzweg?. Er gleicht die bürokratisch-theoretische Sichtweise mit der Praxis (die Wahrheit liegt eben immer auf der Straße) ab und stellt dem ADFC ein schlechtes Zeugnis. Sein einleuchtendes Fazit:
Praxisgerecht wäre es, wenn der Gesetzgeber die Radfahrer, die sich selber durch eine (wie auch immer geartete, einigermaßen helle Beleuchtung) schützen, unterstützt und die Verwendung von Akkubeleuchtung, die gewisse Mindeststandards wie z.B. Blendfreiheit einhält, erlaubt. Nur so erhöht man die Akzeptanz von Beleuchtung am Fahrrad.
Die „Warnung“ des ADFC zeugt hingegen von praxisfernem, bürokratischem Wunschdenken, das bei Berücksichtigung durch den Gesetzgeber keine Auswirkungen auf das Verhalten von Radfahrern auf unseren Straßen haben wird.
Interessante Grafiken gibt es über die Nutzung der “Boris Bikes” (offiziell: The Barclays Cycle Hire Scheme) in London (die “Petra-Bikes” werden wir in Frankfurt wohl nicht mehr erleben).
Das seit dem 30. Juli 2010 existierende städtische System von Mietfahrrädern (während man sich in Frankfurt vor allem auf das zuverlässige und beliebte Erfolgsunternehmen Bahn bei Mieträdern verlässt) ist in London auf dem schwierigen Weg, auch unter kommerziellen Aspekten erfolgreich zu werden. Hier ein ausführlicher Artikel des Daily Telegraph über den bisherigen Verlauf des auf sechs Jahre angelegten Experimentes und seine betriebswirtschaftlichen Hintergründe.
Interessanter Nebenaspekt: Im Rahmen eines Freedom of Information Request hatte der Open Data Entwickler Adrian Short die Daten der bisherigen Nutzung von der Stadt London angefordert und damit wunderbare Visualisierungen der Daten möglich gemacht: