3. Feb 2011
Fahrradbeleuchtung – Abstimmung mit den Pedalen
Schon bedenkenswert und merkwürdig, was so alles vom Staat geregelt wird. Unter anderem eben auch die Fahrradbeleuchtung. Einem Platon oder Thomas Morus wäre das wohl merkwürdig vorgekommen, denn einsichtige intelligente Staatsbürger würden schon allein aus Sicherheitsgründen immer mit einer hellen und vor allem funktionierenden Beleuchtung fahren. Aber, ach, wir sehen alle das Trauerspiel auf den Straßen und erahnen die grenzenlose Dummheit des Menschengeschlechts allein aufgrund der vielen ohne Licht über die Straßen rollenden Radfahrer und schütteln den Kopf.
Der BikeblogBerlin hat sich anläßlich eines Tweets des ADFC über dessen Pläne zum Thema Fahrradbeleuchtung seine eigenen Gedanken gemacht: ADFC auf bürokratischem Holzweg?. Er gleicht die bürokratisch-theoretische Sichtweise mit der Praxis (die Wahrheit liegt eben immer auf der Straße) ab und stellt dem ADFC ein schlechtes Zeugnis. Sein einleuchtendes Fazit:
Praxisgerecht wäre es, wenn der Gesetzgeber die Radfahrer, die sich selber durch eine (wie auch immer geartete, einigermaßen helle Beleuchtung) schützen, unterstützt und die Verwendung von Akkubeleuchtung, die gewisse Mindeststandards wie z.B. Blendfreiheit einhält, erlaubt. Nur so erhöht man die Akzeptanz von Beleuchtung am Fahrrad.Die „Warnung“ des ADFC zeugt hingegen von praxisfernem, bürokratischem Wunschdenken, das bei Berücksichtigung durch den Gesetzgeber keine Auswirkungen auf das Verhalten von Radfahrern auf unseren Straßen haben wird.
Sehr lesenswert, auch die Kommentare.
Hier der vollständige Artikel: BikeBloggerBerlin: ADFC auf bürokratischem Holzweg?


Seitdem ich 2 LED-Batterieleuchten nebst Ersatzbatterien im Werkzeugset mit mir führe, bin ich noch nie in die Verlegenheit gekommen, nachts ohne helle Beleuchtung fahren zu müssen. Am Sachverstand der ADFC-Lobbyisten darf gezweifelt werden.