18. Jun 2010
Zu früh gefreut, das Fahrradbüro redet noch
Tja, da hatten wir uns wohl zu früh gefreut, als wir von der positiven Antwort des Frankfurter Fahrradbüros wg. eines eigentlich nicht mehr benutzbaren Radweges in der Stephanstraße berichtet haben. Es ist eben ein weiter Schritt von einer schicken Website und einer Verlautbarungspolitik hin zu konkreten Schritten. Schon vor einiger Zeit erreichte uns in der Sache folgende E-Mail vom “Radfahrbeauftragten” des Radfahrbüros, die wir aus Zeitmangel leider erst jetzt berichten können:
Sehr geehrter Herr V.
es gibt Neuigkeiten. Diesmal nicht ganz so positiv:
Wir haben mitgeteilt bekommen, dass die Behebung des Schadens aufwendiger als gedacht ist, da sich die Wurzeln des Baumes nicht nur punktuell gehoben haben. Dies bedeutet, dass das gesamte Gehwegniveau im Bereich der Hebungen angehoben werden muss, wenn der Baum keinen Schaden nehmen soll. Der Schaden ist voraussichtlich erst Ende Juni 2010 behoben.
Mit freundlichen Grüßen
Wir danken für die freundliche Nachricht. Nun ist es so, das man selbst als Laie und Nicht-Straßenbau-Experte leicht erkennen kann, dass hier umfangreichere Arbeiten zu erledigen sind, um die Gefahrenstelle zu beseitigen — mit dem Beiseiteräumen eines Steines oder ähnlich schnellen Behelfen ist es eben nicht erledigt. Insofern verwundert es schon etwas, dass man erst von einer schnellen Behebung der Gefahr für Radfahrer (und übrigens auch Fußgänger) spricht, jetzt aber den – eigentlich offensichtlichen – Sachverhalt eingestehen muß, dass es so schnell doch nicht geht.
Wir stellen also fest: bisher hat sich in der Sache nichts getan, bisher wird nur geredet. Wir sind aber natürlich sicher, dass hinter den Frankfurter Verwaltungskulissen eifrigst dran gearbeitet wird und man sich der Sache annimmt. Wir bleiben jedenfalls dran und stellen fest: seit der initialen Meldung der Gefahrenstelle in der Stephanstraße sind 3,5 Monate vergangen, ohne dass die Gefahrenstelle beseitigt wurde. Wir zählen die Zeit weiter und schauen mal, wie schnell die Verwaltung ist.
Auf dem hier gezeigten Foto kann man nur ungefähr erahnen, wie gefährlich der Radweg insbesondere für auch nur etwas schneller fahrende Radler ist: die Bodenwellen schlagen einem glatt den Lenker aus der Hand.

